musica aperta_03

 

Covid_eckig23. Saison 2021 - 2022 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / für Studierende Fr. 20.- 
www.musica-aperta.ch

Covid-Pandemie: Bitte beachten Sie die dann aktuell gültigen Regeln!

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Freitag  21. Januar 2022, 20 Uhr

Di(v)e - zeitgenössisches Musiktheater
Silvia Berchtold – Blockflöten

Portrait graffiti 800

Kirsten Reese (1968)

Lieplich beslozzen, zwitschernde Installation für Plastikobjekte und Blockflöte

Marco Zdralek (1973)

Mare crisium…ecco mormorar l‘onde aus dem Zyklus „Terra deserta V“
   Blockflöte und elektronische Zuspielung auf dem Weg über das Eismeer

Tomi Räisänen (1976)

Dive - tauchender Vogel im Plastik verfangen

Silvia Berchtold (1989)

In cielo: Trauerlied auf einen gestorbenen Vogel

Georg Nussbaumer (1963)

Weisser Flugversuch #1 Angelus - Stummes Flügelschlagen für präparierte Blockflöte

Improvisation über einer Zuspielung von Qinqing Teng (1992): Auf der Suche nach dem Vogel im Wasser

Malika Kishino (1971)

Monochromer Garten für Perkussion und Blockflöte
  
schwarz-weiß Beschreibung eines (jenseitigen?) Gartens

Improvisation über der Zuspielung von Kirsten Reese (1968) unter Beteiligung des Publikums

 

Neubedenken des Anfangs.

Eintauchen in ein Eismeer aus Plastik, einen badenden Vogel vor dem Erstickungstod retten, einem Prozess der Ent-Virtualisierung und Ent-Müllung folgen: Das zeitgenössische Musiktheater Di(v)e möchte sich mit künstlerischen Mitteln Themen wie Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung widmen. Auf der narrativen Ebene behandelt Di(v)e einen Vogel, der bei seinem Bad im plastikverschmutzten Ozean am Müll verendet. Ausgangsbasis dafür bildet das Stück Dive des finnischen Komponisten Tomi Räisänen, das dieses Thema zum Inhalt hat. Beim Plastik, das in der Performance benutzt wird, handelt es sich um wasserlösliches, ökologisch abbaubares Algenplastik, das sich im Laufe der Performance in einem Wasserbecken auflöst. Es bleibt am Ende offen, ob der Vogel durch eine derartige Alternative gerettet werden kann. Insgesamt erklingen thematisch und dramaturgisch passende zeitgenössische Stücke von Kirsten Reese, Marko Zdralek, Malika Kishino, Georg Nussbaumer und Tomi Räisänen sowie Klangimprovisationen.

Silvia Berchtold studierte Blockflöte bei Matthias Weilenmann (ZHdK Zürich), Pierre Hamon (CNSMD Lyon) und Jeremias Schwarzer (HfM Nürnberg). Im Februar 2018 war sie als artist in residence in Varanasi, Indien, um sich mit klassisch Nord-Indischer Musik auseinanderzusetzen. Als Blockflötistin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, so den ersten Preis beim renommierten internationalen Blockflötenwettbewerb MOECK/SRP 2017 in London, bei dem sie bereits 2015 Finalistin war. Sie war Stipendiatin der Hirschmann Stiftung, des Deutschlandstipendiums und Lauréat boursier der Stiftung Mécénat Musical Société Générale. Seit 2021 wird sie vom Deutschen Musikrat im Programm InSzene für zeitgenössische Musik gefördert.
www.silvia-berchtold.com

 

 

top Dreieck gn 082 20 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Donnerstag 3. März 2022, 20 Uhr

Trio für Neue Musik
Tizia Zimmermann – Akkordeon, Hyazintha Andrej – Violoncello, Christian Spitzenstaetter – Klarinette

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Christian Spitzenstaetter_a_300b

Fotos anklicken für das Original

Isabel Klaus (1976)

no flow (2022) UA

Xavier Dayer (1972)

Cantus VIII (2022) UA

Michael Pelzel (1978)

Before the sky falls (2022) UA  Auftrag musica aperta

Mischa Käser (1959)

Vier Stücke für Akkordeon, Klarinette und Violoncello (2021) UA
   1. Herbstzittern
   2. Winternetze
   3. Sommerfragmente (Intermezzo)
   4. Frühlingserwachen

Das Jahr 2020 hat bei vielen Kunst- und Kulturschaffenden tiefe Wunden hinterlassen. Enttäuschung und Traurigkeit aufgrund der lahmgelegten Kulturszene und der vielen abgesagten Veranstaltungen. Müdigkeit aufgrund der Überflutung von Stream-Plattformen mit „Online-Konzerten“. Frust aufgrund totaler Unsicherheit für die künstlerisch-kulturelle – und hier vor allem: zeitgenössische – Zukunft. Dafür bleibt ein umso grösserer Wunsch, endlich wieder auf die Bühne zu treten, lang geplante Projekte zu verwirklichen, neu zu initiieren und somit einen Beitrag für eine umso florierendere Schweizer Kulturszene in Nach-Corona-Zeiten zu leisten. Das Trio gründet sich mit Anfang des Jahres 2021 und setzt sich zum klaren Ziel, seinen Fokus auf aktuelle und neueste, zeitgenössische Musik zu legen. Es soll ein klarer Schritt zurück auf die „Live-Bühne“ gesetzt werden, der in Form von Kollaborationen mit spannenden Schweizer KomponistInnen der Gegenwart aktuelle und gesellschaftspolitisch relevante Aspekte aufzeigt. Das erste Programm wird passend dazu ausschliesslich aus Uraufführungen bestehen, die für das Trio komponiert werden. Die drei MusikerInnen lernten sich innerhalb und ausserhalb ihrer Studien an den Hochschulen der Künste Zürich und Bern kennen. Es verbindet sie die grosse gemeinsame Leidenschaft für zeitgenössische und improvisierte (Kammer)musik – gleichzeitig bringen alle drei MusikerInnen eigene, spezielle Fähigkeiten (von klassischer bis hin zur konzeptionellen Musik, von inszenierter bis hin zur transdisziplinären Performance) ins Trio ein. Durch das Akkordeon anstelle des Klaviers entsteht die zeitgenössische Form des klassisch-romantischen Klarinettentrios, welches schon von Grössen wie Brahms und Beethoven als Besetzung geschätzt wurde. Die Kombination der drei Instrumente (Tasten-, Saiten-, Blasinstrument) bietet ein breites Repertoire an Spieltechniken und Klangspektren. Für diese spezielle Besetzung, für die es bisher nahezu keine Originalliteratur gibt, soll nun ein Repertoire geschaffen werden. Diese Vielseitigkeit stellt für KomponistInnen der Gegenwart spannendes, unkonventionelles Material für neue Werke dar. Das erste Programm wird derzeit erarbeitet und organisiert. Es wird im Frühjahr 2022 an verschiedenen Orten in der Schweiz und in Österreich zur Aufführung kommen. Für die Komposition neuer Werke konnten wir die renommierten Schweizer KomponistInnen Isabel Klaus, Xavier Dayer, Michael Pelzel und Mischa Käser gewinnen.

Tizia Zimmermann (*1995) spielt Akkordeon seit sie acht Jahre alt ist. Seit 2015 studiert sie klassische Musik bei Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern (HKB), wo sie 2018 den Bachelor und 2020 den Master Performance jeweils mit Auszeichnung abschloss. Seit Sommer 2020 führt sie ihr Studium im MA in Specialized Music Performance | Vertiefung Neue Musik ebenfalls an der HKB bei Teodoro Anzellotti fort.

Hyazintha Andrej studierte von 2007 bis 2014 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Andrea Molnár. Seit Sommer 2014 setzte sie ihr Studium bei Thomas Grossenbacher in Zürich fort und schloss ihr Bachelor- sowie Master-Diplom mit Auszeichnung ab. Seit 2019 studiert sie Konzertfach am Mozarteum Salzburg bei Clemens Hagen.

Der Tiroler Musiker Christian Spitzenstaetter wurde 1994 geboren. Sein Weg als Interpret führt ihn von „klassischer“ Solo- und Kammermusikliteratur über Jazz bis hin zur zeitgenössischen, improvisierten und konzeptuellen Musik. Als Komponist konnte er unter anderem Werke im Auftrag der Jeunesse Österreich, der Academia Vocalis und der Tiroler Festspiele Erl schaffen.

Das Konzert wird von Radio SRF 2 Kultur aufgenommen.

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